Rothenburg lebt von seiner starken und gut organisierten Zivilgesellschaft. Vereine, Organisationen, ehrenamtliche Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger sind eine wichtige, tragende Säule unserer Stadtgesellschaft. Gemeinsam mit den städtischen Jugendinstitutionen fangen sie fehlende oder überlastete staatliche Strukturen auf. Dieses Engagement ist unbezahlbar — und es zeigt, wie gut unsere Stadtgesellschaft funktioniert.
Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Ihre Bildung, ihre Ausbildung und ihr gesellschaftliches Engagement entscheiden maßgeblich darüber, wie sich unsere Stadt in den kommenden Jahren entwickeln wird. Deshalb möchte ich die Jugendarbeit in unseren Vereinen und Einrichtungen gezielt stärken. Wir brauchen eine klare Strategie aus Anerkennung, Förderung und Entlastung. Hier darf kein Rotstift angesetzt werden – im Gegenteil. Ich möchte die Gründung eines gemeinnützigen Vereins anstoßen, der sicherstellt, dass Kinder und Jugendliche aus wirtschaftlich schwächeren Familien nicht ausgeschlossen werden und ihnen eine Teilhabe am sozialen Lebens Rothenburgs ermöglicht wird: beim Schulausflug, im Verein, im Kino oder bei Sportveranstaltungen. Für das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen zu sorgen, ist die wichtigste Investition in die Daseinsvorsorge unserer Stadt.
Teilhabe betrifft aber nicht nur junge oder Menschen aus wirtschaftlich schwächeren Verhältnissen, sondern auch ältere Menschen, die unsere Stadt maßgeblich geprägt und getragen haben. Sie sollen mobil bleiben und auch weiterhin am kulturellen Leben Rothenburgs teilnehmen können — unabhängig von Einkommen, Gesundheit oder Wohnort. Deshalb schlage ich vor, gemeinsam mit Vereinen, Kulturträgern und Ehrenamtlichen einen „Kulturbus“ aufzubauen: ein ehrenamtlich betriebenes Angebot, das nicht mobile Menschen zuverlässig zu Konzerten, Ausstellungen, Lesungen oder Veranstaltungen bringt — und wieder sicher nach Hause. Dieser Kulturbus soll als Ergänzung zum Bürgerbus verstanden werden: Während der Bürgerbus als Rufbussystem voraussichtlich montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr Bürgerinnen und Bürger ohne eigene Mobilität zum Einkaufen oder zu Arztbesuchen befördert, schafft der Kulturbus außerhalb dieser Betriebszeiten ein Angebot zur Teilhabe am kulturellen Leben.
Florian Vogel zum
Krankenhaus Rothenburg:
„Leider haben sich meine Befürchtungen, die ich bereits in meiner letzten ‚Vogelperspektive‘ in der Molkerei geäußert habe, nun offenbar bestätigt.
Wie aus der aktuellen Berichterstattung der FLZ hervorgeht, steht unser Krankenhaus weiterhin unter erheblichem Druck und seine Zukunft ist nach wie vor ungewiss.
Im Gespräch mit Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften wurde mir deutlich, dass auch sie die Perspektiven unseres Krankenhauses äußerst pessimistisch einschätzen.
Wenn wir das Leistungsspektrum und damit die Zukunft unseres Krankenhauses erhalten wollen, brauchen wir dringend einen echten Neustart – und dieser muss an der Spitze von ANregiomed erfolgen.
Es ist jetzt entscheidend, dass die politischen Verantwortungsträger im Landkreis und in den Kommunen entschlossen handeln, klare Zeichen setzen und auf einen Neuanfang im Management von ANregiomed drängen.
Nur ein Management, das glaubwürdig und konsequent hinter unserem Krankenhaus steht, wird in der Lage sein, dessen Bestand langfristig zu sichern.“