Denkmalschutz und Klimaschutz sind kein Widerspruch. Mit modernen Technologien und klaren Leitplanken kann beides gelingen.
Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Ansbach sind Photovoltaik-Anlagen in der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber weiterhin nicht zulässig. Die Klage von Altstadtbewohnerinnen und -bewohnern gegen die Entscheidung des Denkmalamts wurde abgewiesen. Damit behält auch die Baugestaltungssatzung der Stadt Gültigkeit, die PV-Anlagen in der Altstadt pauschal verbietet.
Dieses Ergebnis lässt viele Menschen in der Altstadt allein zurück. Es entsteht der Eindruck, dass individuelle und klimagerechte Lösungen im historischen Stadtkern grundsätzlich nicht möglich sein sollen. Das ist weder zeitgemäß noch vermittelbar.
Ich bin überzeugt: Wir sollten dieses Urteil als Chance begreifen. Jetzt ist der richtige Moment, aktiv auf die Altstadtbewohnerinnen und Altstadtbewohner zuzugehen und gemeinsam Lösungen für modernes, klimafreundliches Wohnen im historischen Umfeld zu entwickeln – ohne den besonderen Charme unserer Altstadt zu gefährden.
Die Technik von PV-Anlagen hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Neue Systeme, geringere Aufbauhöhen, angepasste Farben und integrierte Lösungen eröffnen heute deutlich mehr Möglichkeiten als noch vor wenigen Jahren.
Was es jetzt dringend braucht, ist eine transparente und berechenbare Genehmigungspraxis – für die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für die Verwaltung. Das Thema Photovoltaik in der Altstadt darf nicht länger pauschal, sondern muss differenziert betrachtet werden.
Dafür schlage ich die Erarbeitung eines Solarrahmenplan vor.
Das heißt:
- die besondere Bedeutung denkmalgeschützter Bereiche wird klar definiert
- Gestaltungsspielräume und sensible Zonen werden benannt
- es wird transparent aufzeigt, unter welchen Voraussetzungen PV-Anlagen sinnvoll, verträglich und genehmigungsfähig sind.
So schaffen wir Verlässlichkeit, ermöglichen Klimaschutz vor Ort und zeigen, dass sich unser historisches Erbe und Verantwortung für die Zukunft nicht ausschließen.
Florian Vogel zum
Krankenhaus Rothenburg:
„Leider haben sich meine Befürchtungen, die ich bereits in meiner letzten ‚Vogelperspektive‘ in der Molkerei geäußert habe, nun offenbar bestätigt.
Wie aus der aktuellen Berichterstattung der FLZ hervorgeht, steht unser Krankenhaus weiterhin unter erheblichem Druck und seine Zukunft ist nach wie vor ungewiss.
Im Gespräch mit Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften wurde mir deutlich, dass auch sie die Perspektiven unseres Krankenhauses äußerst pessimistisch einschätzen.
Wenn wir das Leistungsspektrum und damit die Zukunft unseres Krankenhauses erhalten wollen, brauchen wir dringend einen echten Neustart – und dieser muss an der Spitze von ANregiomed erfolgen.
Es ist jetzt entscheidend, dass die politischen Verantwortungsträger im Landkreis und in den Kommunen entschlossen handeln, klare Zeichen setzen und auf einen Neuanfang im Management von ANregiomed drängen.
Nur ein Management, das glaubwürdig und konsequent hinter unserem Krankenhaus steht, wird in der Lage sein, dessen Bestand langfristig zu sichern.“