Gesundheitsstandort Rothenburg

Rothenburg sollte sich aktiv und entschlossen für den Erhalt und die Weiterentwicklung als Gesundheitsstandort einsetzen. Die medizinische Versorgung ist ein entscheidender Standortfaktor — für unsere Lebensqualität, für die Zukunft unserer Stadt und für die Attraktivität gegenüber Familien und Unternehmen.

Ein „Runder Tisch“ gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten, Hebammen, Pflege- und Rettungsdiensten, Gesundheitsversorgern, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus dem Umland sowie dem Landkreis könnte dazu beitragen, Lösungen zu entwickeln, die dauerhaft tragen.

Besonderes Augenmerk sollte auf die Ansiedlung dringend benötigter Fachärzte — etwa in der Gynäkologie und Kinderheilkunde — gelegt werden, verbunden zum Beispiel mit einer Koordinationsstelle für Hebammen und geeigneten Kursräumen. Auf diese Weise machen wir Rothenburg für junge Familien attraktiver, denn Familienfreundlichkeit beginnt nicht erst bei der Kinderbetreuung, sondern bereits vor der Geburt des Nachwuchses.

Mein Vorschlag für den Gesundheitsstandort Rothenburg ist zudem eine gestärkte Geriatrie auf und die Tagespflege auszubauen. Damit kann die medizinische Begleitung in Rothenburg von der Geburt bis ins hohe Alter möglich gemacht werden.

So schaffen wir auch eine verlässliche, würdige und wohnortnahe Versorgung für ältere Menschen.

Für den Krankenhausstandort, für unsere Klinik, müssen wir alles daran setzten die Allgemeine Chirurgie zu erhalten, sie darf nicht ausgehöhlt werden. Und für die kardiologische Ambulanz müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass sie sich langfristig etablieren kann.

Mit eigenen, konstruktiven Vorschlägen will ich dem Ausharren und passiven Abwarten bzgl. der Gesundheitsversorgung in unserer Stadt entgegentreten. Dabei setze ich auf Kooperation mit Umland und Kreis, klare Perspektiven und eine Gesundheitsversorgung, die über die Grenzen Rothenburgs hinaus Strahlkraft entfaltet.

 

Florian Vogel zum
Krankenhaus Rothenburg:

„Leider haben sich meine Befürchtungen, die ich bereits in meiner letzten ‚Vogelperspektive‘ in der Molkerei geäußert habe, nun offenbar bestätigt.

Wie aus der aktuellen Berichterstattung der FLZ hervorgeht, steht unser Krankenhaus weiterhin unter erheblichem Druck und seine Zukunft ist nach wie vor ungewiss.

Im Gespräch mit Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften wurde mir deutlich, dass auch sie die Perspektiven unseres Krankenhauses äußerst pessimistisch einschätzen.

Wenn wir das Leistungsspektrum und damit die Zukunft unseres Krankenhauses erhalten wollen, brauchen wir dringend einen echten Neustart – und dieser muss an der Spitze von ANregiomed erfolgen.

Es ist jetzt entscheidend, dass die politischen Verantwortungsträger im Landkreis und in den Kommunen entschlossen handeln, klare Zeichen setzen und auf einen Neuanfang im Management von ANregiomed drängen.

Nur ein Management, das glaubwürdig und konsequent hinter unserem Krankenhaus steht, wird in der Lage sein, dessen Bestand langfristig zu sichern.“